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Pressezitat aus: micro

Aus: micro, Heft 3 / 1987

Gebraucht-Computer: Ein Markt mit Zukunft

Zu neuem Leben erwacht der Gebraucht-Computermarkt. Eine Vielzahl gebrauchter Tischrechner drängt auf den Markt. Im Gegensatz zu früher handelt es sich aber nicht mehr nur um Home - Computer wie den Apple II oder den Commodore 64, sondern um ausgewachsene Personal Computer nach dem MS-DOS-Standard. Vielen Leuten, die sich solche IBM-PC-kompatiblen Maschinen damals angeschafft haben, ist beim Essen der Appetit gekommen. Sie wollen oder brauchen mehr Leistung und liebäugeln mit dem Kauf eines preiswerten AT oder AT-Klons.Auf der anderen Seite wollen viele Bundesbürger einen kostengünstigen Einstieg ins Computerzeitalter wagen und erwägen den Kauf eines billigen Gebraucht-Computers. Das Kaufrisiko einer solchen Anschaffung soll durch einen günstigen Anschaffungspreis niedrig gehalten werden. ...

Ein Computer ist ein komplexer Gegenstand. Man kann ihn nicht einfach wie eine Stereoanlage einschalten und „genießen". ... Fachzeitschriften und Bücher müssen gewälzt werden. Eine ungeheure Informationsfülle über das reichliche Hard- und Softwareangebot gilt es zu bewältigen. Zusätzlich hört man sich im Bekannten- oder Verwandtenkreis um. Was aber in der Regel fehlt, ist eine zwanglose Möglichkeit, sich konkret anzuschauen, welche Produkte es gibt und sich mit erfahrenen Gesprächspartnern über das Angebot zu unterhalten.

Diese Lücke wird in manchen Großstädten der Bundesrepublik mittlerweile von Computer- flohmärkten geschlossen. Dort kann man sich informieren und nach interessanten     Gebrauchtgeräten Ausschau halten. Auf der anderen Seite erhalten private Computerbesitzer dort eine Gelegenheit, ihre Geräte einem größeren Publikum zum Kauf anzubieten.

Auch Computerclubs stellen sich vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus ist es meistens auch Herstellern erlaubt, die Chance wahrzunehmen, mit privaten Interessenten in Kontakt zu treten und für ihre Produkte zu werben. Neugerätehändler schließlich mieten mitunter auch einen Stand, um den Flohmarkt als Marketinginstrument zu nutzen und auf sich aufmerksam zu machen.

Als Beispiele für derartige Veranstaltungen seien die Münchener Elektronik-Börse sowie der Computerflohmarkt der Volkshochschule Düsseldorf erwähnt. Die Münchener Elektronik Börse gibt es seit 1985. Sie findet in unregelmäßigen Abständen statt (bisher viermal). Gut 100 Anbieter bieten hier ihre Geräte aus dem Büro- und Freizeitelektronikbereich zum Kauf an. Es herrscht immer ein ziemlicher Andrang (2000-3000 Besucher im Laufe des Tages). Das Publikum ist recht gemischt. Es kommen jugendliche Hobbyfreaks und Computerfans, Studenten, junge Ehepaare, Kleinunternehmer, Selbständige, aber auch Familienväter, die ihren Bürokram schneller und bequemer abwickeln wollen oder nach einem geeigneten Heimgerät für Söhnchen suchen.

Die Elektronik Börse München beruht auf einer Privatinitiative. Eduard Welsch, einer der beiden Veranstalter, definiert die Ziele der „Börse" folgendermaßen: „Wir wollen einerseits das Informations- und Kommunikationsbedürfnis der Leute befriedigen und andererseits Einsteigern eine Möglichkeit bieten, günstig Gebrauchtgeräte zu erwerben". In Zukunft soll die Zusammenarbeit mit den Münchner Computerclubs verstärkt werden."

Für 1987 sind bereits drei Termine der Elektronikbörse festgelegt worden. Man will vom Schwabinger Bräu in den Salvatorkeller umziehen und die Stellfläche von 700 auf 1600 qm vergrößern. Außerdem soll die Veranstaltung aufgesplittet werden:

Verkauf von privat an privat
Firmenpräsentation von Neugeräten
Infoshow von Computerclubs.
 

Historische Homepage zur ehemaligen “Münchener Elektronik Börse”